…ist, wenn andere Urlaub machen…
Ich sitze am Esstisch und überlege, in welche Richtung ich den Text verfassen soll. Und ich sag dir: das ist nicht einfach, denn mein Wochenende drehte sich am Samstag und Sonntag um die Otterndorfer Ruderregatta. Otterndorf kennst du nicht? Kein Wunder. Es ist wirklich nur ein Dorf in der Nähe von Cuxhaven. Schön, flach, Kühe, Deich, Einwohner mit norddeutschem Charme…und wir. Ruderer aus aller Welt. Übertrieben, ich weiß…also nochmal Ruderer aus umliegenden Regionen und tatsächlich hab ich Berliner gesichtet.
Auf die Frage, was wir zu Pfingsten machen, hab ich immer gesagt: Wir sind in Otterndorf zur Regatta. Wer sportlich unterwegs ist oder aus dem hiesigen (überaktiven) Ruderverein reagiert mit Begeisterung. Alle anderen schauen mich verwundert oder mitleidig an. Mein Mittelkind rudert seit dem letzten Frühjahr und ich muss zugeben: sehr erfolgreich. Warum er so schön rudern kann? MEINE GENE! Haha 😉 Aber im Ernst: wenn ich was kann, dann technisch einwandfrei rudern. Mental nicht so. Das siehst du ja an diesem Blog…mal geht es rauf, mal runter. Manchmal seitwärts oder im Kreis.
Das ist und war auf Regatten nie anders. Falls du dich nicht auskennst: man fährt eine bestimmte Distanz, z.B. 1000m. Man muss sich diese Strecke sehr gut einteilen, denn es dauert für eine durchschnittliche Mama um die 50 circa fünf Minuten. Wenn du dich ein wenig mit Sport auskennst, weißt du, dass dem Körper nach ca. 50 Sekunden die Puste ausgeht und wenn man bis dahin nicht mit den Kräften und der Puste aufgepasst hat…klappt man zusammen und verliert. Das heißt, dass du vom Start hervorragend wegkommen könntest, aaaaber dann nach 250m gnadenlos von den anderen Müttern Ü50 überholt wirst, die sich ihre Puste und Kraft gut eingeteilt haben. Bis kurz vorm Ziel musst du nämlich einfach lange, schöne Schläge am Rande deiner Kraft fahren.